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Aus der Gottesdienstordnung

Liebe Pfarrangehörige von St. Josef und St. Konrad,

„Christus ist auferstanden – Er ist wahrhaft auferstanden!“

Das ist der Ostergruß der Christen seit urkirchlicher Zeit, der so allerdings heute fast nur noch von unseren orthodoxen Glaubensgeschwistern gepflegt wird. „Wahrhaft auferstanden“ bedeutet: Jesus hat als Auferstandener einen wirklichen Leib.

Er ist kein bloßer Geist, er lebt nicht nur als Idee in unseren Herzen weiter. Genau das unterstreicht das Evangelium vom kommenden 3. Sonntag der Osterzeit: Vor den Augen der irritierten Jünger isst er sogar ein Stück Fisch, das ihm dargereicht wird. Jesus wundert sich darüber, dass es uns so schwerfällt, das wahrzuhaben.

Eigentlich ist das doch die schönste Botschaft, die uns erreichen kann: dass Jesus die Sterblichkeit besiegt hat – und uns Sterbliche in seinen Sieg mit einbeziehen will. Was hindert uns, sie anzunehmen?

Das fragt sich P. Lorenz Gadient.   

 

Predigt zum „Barmherzigkeitssonntag“ am 2. Ostersonntag 07. April 2024 / Bischof Msgr. Munilla, Alicante Spanien

 

Barmherzigkeitssonntag

Wir schließen die Osteroktav mit diesem zweiten Ostersonntag in diesem Jahr im Zyklus B ab. Der zweite Ostersonntag wurde vom heiligen Johannes Paul II. zum Barmherzigkeitssonntag erklärt.

Die heilige Faustina Kowolska war die Frau, die von Jesus auserwählt wurde, um die Kirche zu bitten, der göttlichen Barmherzigkeit ein Fest zu widmen und es auch am Sonntag nach Ostern zu feiern.

Ich denke, wir müssen uns fragen, welche Gründe der Herr gehabt haben mag, diesen Sonntag für die Feier der göttlichen Barmherzigkeit auszuwählen. Das heutige Evangelium hilft uns, eine Antwort auf diese Frage zu finden.

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Das Osterfest

Die Auferstehung Jesu

Schokoeier, Osternest, Osterhase – was den meisten wahrscheinlich zuerst in den Kopf kommt, wenn es um Ostern geht, das hat nur herzlich wenig mit dem zu tun, worum es den Christen bei dem höchsten Fest im Kirchenjahr eigentlich geht.

"Er ist nicht hier." Mit diesen einfachen Worten beschreibt der Evangelist Markus die Entdeckung des leeren Grabes am Ostermorgen durch die Frauen, die den Leichnam salben wollten. Die zentrale Botschaft des katholischen Glaubens ist ein leeres Grab. In Furcht verlassen die Frauen den Ort, auch wenn sie wissen müssten, dass die Auferstehung Jesu lange zuvor von den Propheten angekündigt worden war.

Wer nicht glauben kann, dass Jesus tatsächlich von den Toten auferweckt wurde, ist nicht allein. Am Ostertag ist es gerade einmal drei Tage her, dass Petrus ihn verleugnet hat. Er kenne den nicht, der behauptet, der Messias, der Erlöser zu sein, hat Petrus den römischen Soldaten gesagt. Er glaubt nicht daran. Und die Emmaus-Jünger, die sich nach Jesu Tod am Kreuz aus Jerusalem verabschiedet haben, erkennen den Auferstandenen erst, als er mit ihnen das Brot bricht und sie zusammen essen.

Auferstehungsglaube als Herausforderung

Diese beiden Geschichten, die in der Osternacht beziehungsweise am Ostersonntag und am Ostermontag in den Evangelien gelesen werden, beschreiben, dass der Glaube an die Auferstehung eine Herausforderung ist. "Einfach so" zu glauben gelingt nicht einmal den Jüngern, die Jesus fast drei Jahre lang begleitet haben. Darum wird die Ostergeschichte seit 2000 Jahren in den Evangelien überliefert und immer wieder neu ausgelegt, erklärt, interpretiert. Unzählige Theologen haben sich damit beschäftigt, und selbst Papst Benedikt XVI. schreibt als Theologieprofessor Joseph Ratzinger, als der er zuvor an mehreren deutschen Universitäten gelehrt hat, drei große Bücher über Jesus Christus, den Auferstandenen.

Der "Katechismus der Katholischen Kirche" zitiert unter anderem einen Auszug aus dem Korintherbrief des Apostels Paulus (1 Kor 15,37), um die Auferstehung zu beschreiben: "Auch das, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. Und was du säst, hat noch nicht die Gestalt, die entstehen wird." Damit wird verdeutlicht, dass das Leben nach dem Tod nicht mit dem irdischen Leben vergleichbar ist, so wie auch der Samen nicht mit der daraus wachsenden Pflanze vergleichbar ist. Auferstehung bedeutet danach nicht "Rückkehr", sondern einen neuen Anfang.

Nicht nur der Apostel Paulus hat sich Vergleiche einfallen lassen, um die Botschaft der Auferstehung zu erklären. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich zahlreiche Bräuche und Traditionen ausgebildet, die das Osterfest symbolisieren. Osterfeuer, Osterkerze und Osterlamm machen die Auferstehung zwar nicht greifbar, aber sie können helfen, die Botschaft zu verstehen. So steht der Brauch des Osterfeuers für die Vertreibung des Winters. In der Liturgie der Osternacht symbolisiert das Feuer Christus, das Licht der Welt. Dieses Licht und die damit verbundene Hoffnung für unser Leben zeigt auch die Osterkerze, die verbrennt und sich damit opfert, wie Christus sich für die Menschen geopfert hat.

Das Osterlamm als ältestes Symbol

Das vermutlich älteste Symbol ist das Osterlamm, das seit Jahrtausenden für den auferstandenen Christus steht. Schon im Alten Testament wird das Lamm als Opfertier erwähnt, dessen Blut die Israeliten in Ägypten vor furchtbaren Plagen bewahrt hat.

In der heutigen Eucharistiefeier ist Jesus selbst derjenige, der sich opfert und für die Menschen zur Rettung wird, so wie das an die Türpfosten gestrichene Blut in Ägypten zur Rettung der Israeliten wurde, was die Juden im Pessachfest feiern 

Heute sehen wir kein leeres Grab mehr, an dessen Botschaft wir glauben könnten.

Süßigkeiten und Pauschalreisen über die Feiertage bestimmen das Bild vom Osterfest. Im Alltag gut 2000 Jahre nach Christus die Auferstehung zu entdecken fällt schwer. Aber auch die Emmaus-Jünger haben ihn nur mit den Augen nicht erkannt. Ihnen "brannte das Herz", schreibt der Evangelist Lukas. Sie haben nicht gesehen, woran sie glauben. Sie haben es gefühlt. (bpl)

Quelle: www.Katholisch.de

Das Kirchenjahr

Quelle : www.Katholisch.de

Vortrag - Telekirche

Hier können Sie Hr. Pfarrer Dr. Clemens Hergenröder in der Telekirche folgen, wo er zweimal im Jahr einen Vortrag für uns hält.

Impulstexte für die Sonntagsevangelien

Sonntag, 7. April

Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt.

Wer Gott ungeteilt liebt,
kann liebevoll teilen.
Oder nicht?

Schon zur Zeit des Evangelisten Lukas
ging es wohl nicht ganz so ideal zu:
Ideal – der Idee, dem Urbild entsprechend.

Können wir sie wiederfinden – die Idee –
das Urbild wiederbeleben,
Teilen heute neu leben?

„Alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt.“
Nur so konnten sie, verschieden wie sie waren,
ein Herz und eine Seele werden.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Apg 4,32–35)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 04/2024,
Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; 
www.magnificat.de  In: Pfarrbriefservice.de

Sonntag, 14. April

Was seid ihr so bestürzt?

„Was seid ihr so bestürzt?“
– Wie sollen wir nicht bestürzt sein,
gerade jetzt, wo Hass und Gewalt
wieder ihre hässlichen Häupter erheben.

„Warum lasst ihr in eurem Herzen Zweifel aufkommen?“
– Wie sollen wir nicht zweifeln,
angesichts alltäglicher Ausgrenzung,
zunehmender Bedrückung, Bedrängnis?

„Ich bin es selbst.“
– Ob Jesus auch uns meint,
wenn er dies bittend,
beschwörend sagt?

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Lk 24,35–48)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 04/2024,
Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; 
www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de